Hurra – am 16.10.05 konnten alle acht Teilnehmerinnen (Elisabeth Hess, Mona Bentner, Ina Pfeiffer, Alexandra Schäfer, Katrin Fuchs, Inken Bubeck, Martina Wagner und Sabrina Wellinger) ihr bronzenes Westernreitabzeichen von den beiden Richterinnen Tina Bröhl und Claudia Angerer entgegennehmen. Trainerin Martina „Mary“ Bürkle strahlt übers ganze Gesicht.
Doch zurück zu den Anfängen:
Marys Plan, wie sie uns auf das Reitabzeichen vorbereiten würde, war einfach aber genial. An zwei Freitagen traf man sich ausschließlich um die Theoriefragen der verschiedenen Themengebiete zu erarbeiten. Die Samstage und Sonntage sollten eine bunten Mischung aus Theorie, Übungen für die Horsemanship und den Trail und natürlich für Geländeritte werden.
Damit unsere geplagte Trainerin Mary die Vermittlung diverser theoretischer Teile nicht alleine übernehmen musste, brummte sie kurzerhand jedem von uns ein Thema auf, dass wir, lernpädagogisch natürlich sehr wertvoll, vorbereiten und an einem bestimmten Termin den anderen Mädels so nahe wie möglich bringen sollten.
Mary gelang es sogar, Wolfgang Day für einen Vortrag über „Sattel- und Gebisskunde“ und Sabine Nakelski für eine Einführung in die „Huf- und Hufbeschlagskunde“ zu engagieren.
Ein herzliches Dankeschön an beide Referenten, die es verstanden haben, uns die Themen kurzweilig und interessant zu vermitteln.
Auch die Praxiseinheiten gestalteten sich relativ problemlos. Nachdem uns unser umtriebiger Quälgeist Mary die beiden Horsemanship-Pattern vorgelegt hatte, von denen wir eine davon am Prüfungstag reiten sollten, gab es lange Gesichter und große Augen. „Oh Gott, das kann ich mir ja nie merken!“ „Was? Das müssen wir auswendig reiten?“ Gott sei Dank erwiesen sich die anfänglichen Befürchtungen als unbegründet. Jeder konnte sich die Pattern merken – auch wenn am Samstag vor der Prüfung doch noch der eine oder andere fragen musste: „Wie war das jetzt noch mal?“ „Rechts oder links rum?“ „Trab oder Galopp?“ Beim Trail verlief es ähnlich, nur war hier weniger das Problem die Merkfähigkeit der Reiter, als die Ungeduld mancher Pferde, die das Spiel schon kannten und den Parcours selbstständiger gehen wollten als verlangt wurde. Nachdem unser Geländeritt auf Probe, am ersten Wochenende buchstäblich ins Wasser fiel, stellte sich am zweiten Wochenende heraus, dass nach anfänglichen Startschwierigkeiten, partieller Aufregung, vieler wertvoller Tipps und aufmunternder Worte von Chief Mary auch der Gruppengalopp, der Einzelgalopp und diverse Straßenüberquerungen doch tadellos funktionieren konnten.
Alles in allem ist zu sagen, dass wir eine lustige, harmonische und diskutierfreudige Truppe waren, der diese drei Wochenenden Intensivreiten sehr viel Spaß gemacht hat. Wir hatten eine supergute Trainerin, die uns mit viel Witz, guter Laune und natürlich Sachverstand wunderbar auf die Prüfung für das Westernreitabzeichen vorbereitet hat. Ein besonderer Dank gilt noch Marys Freund Nico, der uns an den Wochenenden sehr abwechslungsreich und lecker bekocht hat, wobei er es bravourös verstand für „Fleischfresser" und Vegetarier etwas auf den Tisch zu zaubern. Eine besondere Rolle kommt auch Michaela „Michl“ Bürkle zu. Sie war unser „Mädchen für Alles“, Hallenbewässerer, Trailbauer, Co-Köchin, Nervenberuhiger, etc. Auch unsere Pferde, die uns sonst so geduldig durch die Unterrichtseinheiten trugen, sorgten mit der einen oder anderen Flause für allgemeine Erheiterung.
Nochmals einen herzlichen Dank an alle, die uns bei diesem Unterfangen unterstützt und begleitet haben.
Sabrina Wellinger
© by Western Joyride 2007